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  • Like Me

    Like Me

    ★★★★

    In seinem Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" beschreibt Walter Benjamin das Phänomen der Aura von Kunstwerken, die durch die individuelle Provenienz entsteht und die Einzigkeit des Objekts in seiner Tradition begründet. Die technische Reproduktion löse das Kunstwerk aus dieser Tradition heraus und ersetzt das einmalige Vorhandensein durch ein massenhaftes, was zum Verlust der Aura führe. Like Me projiziert dieses Konzept ins Social-Media-Zeitalter, agiert dabei jedoch nicht als brutale Mediensatire à la Mann beißt Hund oder Natural Born…

  • Don't Look Now

    Don't Look Now

    ★★★★½

    „Nothing is as it seems“ ist die selbsterklärte Prämisse von Wenn die Gondeln Trauer tragen und tatsächlich gelingt es dieser britischen Filmperle bravourös, die schwimmende Grenze zwischen Realität und Wahrheit zu verhüllen. Regisseur Nicolas Roeg schafft es, eine wirklich einmalige Atmosphäre zu erschaffen, indem er das sonst so malerische Venedig als schmutziges, beinahe menschenleeres, trostloses und trübes Rattenloch zeigt. Er zeichnet das Bild einer verrottenden, sterbenden Stadt, die eigentlich für die Figuren als Zufluchtsort vor kräftezehrender Trauer dienen sollte, aber…

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  • HADES

    HADES

    Deutsche Genrekost vom Allerfeinsten. In gerade einmal 15 Minuten entfesselt Kevin Kopacka einen intensiven Farbrausch, der sich vor Argentos Inferno keineswegs verstecken muss. Das zirkulierende Narrativ, das gänzlich ohne gesprochenes Wort auskommt, erinnert mit seiner repetitiven Logik an Mario Bavas verspielten Surrealismusausflug Lisa und der Teufel und kommt dennoch nicht zu überkonstruiert daher. Die beiden genannten Titel sind nur erste spontane Assoziationen meinerseits, aber würde/könnte so das italienische Genrekino der 70er und 80er Jahre ins neue Jahrtausend projiziert aussehen? Vermutlich.

  • Prom Night

    Prom Night

    Viel zu laaanger Aufbau mit viel uninteressantem Teeniequark ohne entschädigendes Pay-off. Die meisten Kills sind zu flott wieder vorbei, einer davon wiederum gefühlt endlos langgezogen. Hier stimmt die Gewichtung zwischen notwendigem Handlungsrahmen und Slashermomenten vorne und hinten nicht.

    Die Montagetechnik bei den todverkündenden Anrufen relativ früh zu Beginn stellt das einsame Highlight des Films dar, erinnert sie doch stark an die glanzvollen Momente eines Argento. Blöd nur, dass Prom Night ansonsten kaum was zu bieten hat. Das Diskoflair beim Abschlussball…

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  • Lux Æterna

    Lux Æterna

    ★★★★

    Eine ganze Review in schöner gibt's hier.

    Nach seinem energetischen LSD-Rausch in Climax entfesselt Gaspar Noé in Lux Æterna bei der Vorbereitung zu einer filmischen Hexenverbrennung erstmals in seiner Filmografie wahrlich apokalyptische Qualitäten. Zwischen metaphysischen Erlösungen und metafiktionalen Konflikten positioniert sich Lux Æterna als sein bisher experimentellstes aber auch aggressivstes Werk.

    „Ein Filmemacher muss seine Handschrift einem Film aufdrücken, der sich als Kunstwerk versteht.“. Noé sieht sich selbst ganz klar in der Tradition europäischer Autorenfilmer und lässt kein gutes Haar…

  • Rosemary's Baby

    Rosemary's Baby

    ★★★★★

    Als absoluter Horror-Geek musste für den 666. Tagebucheintrag hier auf Letterboxd natürlich irgendwas besonderes her. Was hätte sich für so ein Jubiläum besser angeboten, als einer meiner absoluten Top 5 Horrorfilme, der zudem mit seinem Satanisten-/Hexenkult perfekt zu diesem Jubiläum passt?