Shutter Island

Shutter Island ★★★

English tl;dr
The successful duo Scorsese-DiCaprio has struck yet again and all I can tell is that as an audience member I gladly played along the role of the unknowing mole digging up more and more secrets at this eerie facility which is presented as a very well portrayed setting. Shutter Island definitely works as an exciting thriller and yet it feels like it lacks something I can't truly put my finger on. Words start to fail me as I have no real explanation why - maybe it's just the plain tone I get from this movie, but it simply didn't make too much of an impression on me. However, it should by no means be regarded as a bad movie and if you're in for a thrilling ride, you should most definitely take the leap of faith and set foot on this stormy island.




Wieder ein Mal hat das mittlerweile allseits bekannte Erfolgsduo Scorsese und DiCaprio zugeschlagen, was bislang ja durchaus immer als Indikator für ein erfolgreiches, poliertes und qualitatives hochwertiges Filmerlebnis aufzufassen war, doch wie sieht es mit Shutter Island aus?

U.S. Marshal Teddy Daniels hat es nicht leicht: vom Grauen des zweiten Weltkriegs traumatisiert und vom Tod seiner Frau erschüttert wird er im Jahre 1954 zu einer auf einer kahlen und abgeschotteten Insel liegenden Anstalt für gefährliche Geisteskranke beordert, um dort eine entflohene Patientin wiederzufinden. Doch statt sich kooperativ zu verhalten, zeigen sich die Leiter der Anstalt dort seltsam abweisend und schon bald kommen Dinge ans Licht, bei denen er sich langsam fragen muss, ob der wahre Grund für seinen Aufenthalt nicht vielleicht doch ein anderer ist.

Shutter Island funktioniert als Thriller wahnsinnig gut und Scorsese schafft es meisterlich seinen Schauplatz in einen fürchterlich unbequemen Ort zu verwandeln, an dem sich immer mehr Fragen ergeben und sich ein immer mehr Gänsehaut-erregendes Unbehagen ausbreitet, wo nicht nur Leonardo DiCaprio - solide spielend wie eh und je - ins Stolpern gerät, sondern auch der Zuschauer bewusst wie der Hund an der Leine geführt wird - und ich habe diese Rolle gerne ausgeübt. Der Film lebt definitiv von seinen Twists und Mindfuck-Momenten, in die man auf spannend inszenierte Weise hineingestoßen wird, bis man sich mit einem durchaus befriedigenden Ende konfrontiert sieht.

Und obwohl das alles richtig positiv klingt und ich Shutter Island in vielerlei Hinsicht auch als guten Film bezeichnen würde, hat er im Endeffekt doch weniger Eindruck bei mir hinterlassen, als ich es gedacht hätte - und das schlimme ist, ich kann nicht mal mit Bestimmheit erklären wieso. Es ist einer dieser Filme, wo mir noch irgendwas gefehlt hat, das ihn zu einem außerordentlichen Erlebnis hochkatapultiert hätte. Vielleicht liegt es daran, dass er auf seine Weise zu glatt wirkt, ich die Auflösung irgendwo habe kommen sehen und der Soundtrack teilweise fürchterlich gesetzte Höhepunkte wahrnimmt - ich kann es nicht ganz auf konkrete Aspekte hinunter kalkulieren, aber ein leicht fader Beigeschmack bleibt für mich doch.

Der Film kriegt von mir trotzdem definitiv eine Empfehlung an all die ausgehändigt , welche sich auf einen spannenden Thriller freuen möchten, der mit einigen dramatischen Überraschungen aufwartet, bloß umgehauen hat es mich persönlich eben leider nicht.