Ju-on: The Grudge

Ju-on: The Grudge ★★

English tl;dr
This contained more boredom than actual horror for me. Unfortunately, the fragmentary narrative didn't make me feel involved at all and it sets the film too early into a 'broken record' mode where it relies on the audience not looking through its repetitive mechanics - didn't work out too well for me personally. The soundediting however was superb, so for me this stays as a case of wasted potential.



Horror ist natürlich stark subjektiv, doch nachdem ich im Vorfeld vereinzelte Stimmen à la "Bester Horrorfilm aller Zeiten" , "nach diesem Film konnte ich nicht mehr einschlafen" , "nie hatte ich mich mehr gegruselt" vernommen hatte, war ich doch schon ziemlich enttäuscht, dass dieser Streifen des asiatischen Horrorkinos kaum eine Wirkung auf mich gehabt hatte.

Stellt man sich die Frage nach dem warum, so lassen sich wohl einige Gründe dafür finden. Die fragmentarische Erzählstruktur, die immer wieder zwischen einzelnen Charakteren hin- und herspringt und auf diese Weise das Puzzlebild des Fluchs immer weiter vervollständigt, mag zwar anfangs interessant erscheinen, verlieh dem Film aber keinen großartigen Mehrwert - im Gegenteil: man kann keine wirkliche Bindung zu den größtenteils apathisch wirkenden Charakteren aufbauen und irgendwann hat man das Gefühl, der Film habe sich in den "broken record"-Modus gestellt, wo jeder Charakter auf die mehr oder weniger gleiche Art vom Fluch heimgesucht wird. Das wäre ja nicht ein Mal das Schlimmste, wenn dies wenigstens für den Zuschauer in abwechslungsreichere Schockeffekte gekleidet werden würde, doch stattdessen verlässt sich der Regisseur darauf, dass man innerhalb der 90 min nicht in der Lage wäre, die Mechanik des Films zu durchschauen.

Immer mit den selben Tricks konfrontiert, habe ich irgendwann gedanklich abgeschaltet und mich die meiste Zeit über gelangweilt, bevor es in einigen Gruselszenen für mich sogar noch in den Bereich der unfreiwilligen Komik abgeglitten ist, was man wohl als Todesstoß für jeden sich ernst-nehmenden Horrorfilm ansehen muss. Wirklich schade, denn Potenzial war durchaus da: die Mythologie wird im schleichenden Tempo enthüllt, sodass ich gerade zu Beginn sogar recht gespannt war und besonders das Soundediting ist zu großen Teilen das absolute Highlight des Films, sodass 1-2 Szenen durchaus ihre Wirkung nicht verfehlt hatten.

Wie man sieht hat Ju-on nicht unbedingt großen Eindruck auf mich hinterlassen. Fans des asiatischen Gruselkinos können aber dennoch mal einen Blick riskieren, schließlich empfindet jeder Horror anders und viele scheinen mit dem Film auch wesentlich mehr Spaß gehabt zu haben als ich.

Kamil liked this review