In the Mood for Love

In the Mood for Love ★★★

English tl;dr
I really wanted to love this movie - I swear I did! But in all honesty, it just didn't click with me. Initially I genuinely enjoyed the movie's very raw editing style, the repetitiveness of the soundtrack and the wooden dialogue, because it really fit the spirit of Hong Kong in its '60s in a authentic way. But at the same time it made me feel really detached from these two characters and their story together. At first I thought this very distant and observative look-out might be the whole point of the movie, but after reading how emotionally invested everybody else was, I can be sure that it didn't have the same effect on me personally. However, I enjoyed the movie enough to be willing to rewatch it someday, because after all: maybe I just wasn't in the right mood for it.




Mein persönliches Erstlingswerk des chinesischen Regisseurs Kar Wai Wong hat sich für mich als eine Filmerfahrung herausgestellt, die ich zwar lieben wollte, aber doch nicht konnte - auf seine Weise also ein ganz ähnliches Erlebnis, wie es sich an der Geschichte der zwei Hauptcharaktere orientiert. Diese sind Nachbarn in einem Hongkonger Appartement, die zufällig davon Wind bekommen, dass ihre jeweiligen Ehepartner eine Affäre miteinander haben und fortan selber häufiger in heimliche Treffen abgleiten, wobei sie jedoch die Grenzen ihrer Verbundenheit immer wieder neu aushandeln müssen.

Zweifelsohne findet sich in dieser Geschichte eine regelrechte Tragik wieder, in die man mit melancholischen Schritten immer weiter hineingesogen wird und die der Film mit einzigartigen Stilmitteln zu erreichen versucht. Der Schnitt des Film ist sehr roh und ehrlich, die Wiederholungsrate bestimmter Soundtrack-Themen extrem hoch frequentiert und die Figuren wirken in ihrer Situation und in ihren Dialogen die meiste Zeit über starr und hölzern, was auf seine Weise ein authentisches und ungefiltertes Bild von Hongkong in den 60er Jahren nachzeichnet. Gleichzeitig bewirkte dies jedoch auch, dass ich mich sehr abgetrennt von den Charakteren fühlte, als ob eine emotionale Kluft zwischen ihnen und mir als Zuschauer hier eine Furche schneiden würde. Zunächst dachte ich mir, dass es mit diesem kühlen Ambiente vielleicht die Intention des Films sei, hier eben eine sehr distanzierte und eher observierende Haltung zu etablieren, doch als ich mich in zahlreiche Rezensionen eingelesen hatte, die davon schwärmten, wie emotional sie der Film affektiert und mitgenommen habe, muss ich leider verkünden, dass diese Wirkung bei mir nicht erreicht wurde und die großen Gefühle ausblieben.

Ich will aber grundsätzlich nicht dem Film allein den schwarzen Peter zuschieben, denn ich habe ihn genug genossen, dass ich ihm künftig irgendwann auch eine zweite Chance geben würde und dann wird sich wohl endgültig zeigen, ob ich einfach nicht in der richtigen Stimmung für ihn war oder die Chemie auch dauerhaft zwischen uns nicht stimmen wird.

Kamil liked this review