Blackfish

Blackfish ★★★★

English tl;dr
A moving documentary pleasently trying to stay as factual as possible without too much of any exhausting idealism and yet it still makes you feel for all this intelligent and sensitive animals out there being hold captive. I would have probably prefered if it tried to be a little bit more informative about those killer wales in general and not focus too much on the story of Tilikum, but the narrative still makes absolutely sense for what it is.



Bei 'Blackfish' handelt es sich um eine sehr bewegende Dokumentation darüber, wie Orca-Wale in den gängig bekannten Seaworlds dieser Welt behandelt werden und welche Auswirkungen die beengten Becken, das Rausreißen aus ihren Familien und das Ausführen der stetig gleichen Übungen auf die Tiere haben.

Eine Dokumentation, die ich wirklich jedem ans Herz legen würde! Wir alle kennen Fotos und Videos lachender Kindergesichter, die fröhlich den Walen und Delphinen am Beckenrand zuwinken, während sie angeblich aus freien Stücken ihre Kunststücke vollführen, weswegen es nur allzu leicht zu vergessen ist, dass Wale hoch-empfindsame, emotional leicht empfängliche und soziale Wesen sind, für die solch eine Gefangenschaft - wie man es richtig als solche bezeichnen muss - dramatische Wesensveränderungen mit sich trägt.
Sie macht deutlich, dass man solche Attraktionsmagneten wie Seaworld konsequent meiden und finanziell eigentlich nicht unterstützen darf, aber sie tut es auf eine sehr angenehme Weise. Man merkt der Dokumentation nämlich an, dass ihre Wurzeln nicht in den blinden Tier-Aktionismus reichen und sie eher Fakten-orientiert motiviert ist, sodass man ohne großen Kitsch und anstrengenden Idealismus auskommen darf. Hauptsächlich lässt der Film ehemalige Seaworld-Trainer in die Kamera sprechen und man merkt ihnen jederzeit an, dass ihnen die Tiere mehr als wichtig waren, sie eine enge Bindung zu ihnen genossen hatten und es nicht darum geht, einzelne Menschen in die Verantwortung zu ziehen, sondern einfach das Konstrukt der Gefangenschaft an sich zu verurteilen.
Dabei fand ich die Art der Bilder und vor allem die Dramaturgie innerhalb der Dokus gut ausgewählt und in einen logischen Rahmen gesetzt, sodass das Folgen mir sehr leicht fiel.
Zwar ist es etwas schade, dass Seaworld selber nicht bereit war, Interviews herauszugeben, aber da kann der Film wohl nichts für und gerade durch die ehemaligen Mitarbeiter erhält man dennoch einen ganz guten Eindruck, wie es hinter den Kulissen zugeht.

Also, eine Doku, die mich sehr gepackt hat, die auf eine sehr angenehme Art auf eine gegenwärtige Problematik unserer Zeit aufmerksam macht und einen darüber hinaus weiter beschäftigt, denn obwohl der Film sehr spezifisch auf die Orca-Wale zugeschnitten ist, regt er trotzdem zum nachdenken darüber an, ob die Gefangenschaft anderer, ähnlich empfindsamer Tiere weiterhin moralisch zu vertreten sei.

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