Fabian: Going to the Dogs

Fabian: Going to the Dogs ★★★★

Im Alter von knapp 70 Jahren bringt Dominik Graf seinen rührendsten, unmittelbarsten und ästhetisch reizvollsten Film seit Der Felsen (2002) in die kürzlich aus dem Winterschlaf erwachten Lichtspielhäuser. Eine kleine, tragikomische Geschichte (Drehbuch: Graf und Constantin Lieb, nach dem Roman von Erich Kästner), epochal erzählt. Dass es bei einer Spielzeit von über drei Stunden die ein oder andere Länge gibt, sei Fabian verziehen, kühlt doch auch die größte Liebesbeziehung mitunter aus und muss neu entfacht werden. Aber ja, wenn der Film wirkt wie von seinem Regisseur gewollt - und das tut er meist - ist er Leidenschaft pur. Und vor allem eine sinnliche Erfahrung, die Dank großartiger Bilder, Klänge und Bewegungen (Schnitt: Claudia Wolscht. Fabian ist ein Editing-Kraftakt!) unbedingt im Kino erlebt werden sollte.

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