The Descent

The Descent ★★★★

The Descent habe ich letztes Jahr das erste mal in Verbindung mit einer meiner damaligen Listen gesehen, musste am Ende aber feststellen, das dieser nicht wirklich was für mich war bzw. aus meine Augen ein wenig overrated war. Beim zweiten mal hingegen bereue ich meine alte Wertung und die dazugehörige Review so dermaßen, das ich mich dafür mal entschuldige.

Lust auf The Descent habe ich allerdings nur wegen dem Youtuber Dead Meat, welcher zu verdammt vielen Filmen, meistens aus dem Horrorgenre, Kill Count's gemacht hat. Durch eben den Kill Count zu diesem Film hier habe ich unerwartet Lust bekommen und bin diesmal auch mit viel mehr Motivation ran gegangen als letztes Jahr. Was ich vorher nicht gut fand, fand ich diesmal richtig gut und kann nun auch wirklich, mit ehrlicher Meinung sagen: The Descent sollte man, vor allem als Horror-Fan, gesehen haben.

Aber woher kommt der plötzliche Sinneswandel von mir? Sagen wir mal so, bei der erst Sichtung bin ich beinahe eingepennt, was an der etwas langatmigen ersten Hälfte und meinem damaligen, komplett zerstörten Schlafrhytmus bestand. Jetzt aber war ich Hellwach und konnte wirkliche von Anfang an dran bleiben. Zwar erkennt man noch immer gehörige Schwächen im ersten Teil, jedoch war das auch abzusehen, da dieser einzig und allein für den Aufbau der Figuren sowie der Sympathie untereinander und die Problemlösung mit einem deutlich gestressten Team, gedacht ist. Falls man also denkt: "Geil, jetzt geht's richtig los!", den muss ich leider enttäuschen. Bis es denn so richtig losgeht, dauert es eine ganze Stunde.

Dann aber passiert alles Schlag auf Schlag. Die Stimmung unter den Figuren kippt und es verbreitet sich eine sehr stark anzusehende Aura von Panik und Angst, welche auch den Zuschauer ergreifen, zumal dieser zweite Teil, die zweite Hälfte von wirklich guten Jumpscares geprägt und von einer wirklich schmutzigen, düsteren, brutalen und rücksichtslosen Atmosphäre durchzogen ist. Aber nicht nur die Crawler - so werden diese Menschen ähnlichen Dinger genannt - machen einem Angst, auch das durchgehende Gefühl von Klaustrophobie plagt einen ab dann, falls es denn nicht schon vorher schlimm genug war. Kurz gesagt: Die zweite Hälfte hat es richtig in sich, das habe ich damals schon behauptet und das werde ich auch weiterhin behaupten. Zudem bekommt man hier einige der wohl Ikonischsten Szenen (aus dem Horrorgenre) serviert, welche selbst den Leuten was sagen, obwohl diese vermutlich nicht mal den Film gesehen haben. Ach, und das Ende ist mehr als bekannt und verdient eigentlich schon einen alleinigen Absatz, jedoch gibt es noch immer ein paar Leute die es nicht kennen, somit lasse ich dies mal weg.

Von der Technischen Seite aus hat mir The Descent auch sehr gefallen, allerdings nur was die Cinematography betrifft. Sachen wie die CGI oder der Soundtrack haben mich kaltgelassen, vor allem aber die CGI, welche an vielen Stellen einfach richtig schön schlecht aussieht. Jedoch vergisst man das am Ende auch wieder, weil man nur noch dieses Ende und die davor explizite Gewaltdarstellung im Kopf hat. Die Cinematography hilft dem Film, seine Atmosphäre richtig hinzurücken und zu formatieren, bevor sie die Wirkung auf die Figuren und die Zuschauer loslässt. Das beste Beispiel dafür sind die durchgehend Klaustrophobischen Zustände, in welchem sich unsere Figuren befinden.

Ich war überrascht dass mir The Descent beim zweiten mal viel mehr gefallen hat als beim ersten mal! Allerdings hat diesmal auch alles gestimmt, womit ich ihn ohne irgendwelche Störungen genießen konnte. Falls irgendeiner dort draußen diesen Film noch NICHT gesehen hat, holt dies dringend nach! Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen.

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