Titane

Titane ★★★★

Ist „Titane“ das abgefuckteste Statement zum Thema Identität und Selbstfindung, das die jüngere Filmgeschichte zu bieten hat? Ist es eine irrsinnige Verdrehung von Geschlechterrollen, ein blutgetränkter Aufschrei der Selbstbestimmung? Ist das hier das wahnwitzige Märchen von einer die auszog ein zu Hause zu finden, nur um dabei von einer dysfunktionalen Familie zur nächsten zu schlittern? Ist es eine tieftraurige Metapher auf inter-generationale Traumavererbung? Oder ganz einfach die moderne Auserzählung dessen, was sich selbst Body Horror-Pionier David Cronenberg in seinem Autosex-Thriller „Crash“ nur anzudeuten traute?

Die Antwort lautet: Ja!

„Titane“ ist vielleicht der einzige Film, in dem unentwegt nackte Ärsche in die Kamera ragen, Menschen mit Maschinen vögeln, während er dennoch eine zutiefst berührende Geschichte um Verlust und Ankommen erzählt - und das dennoch mit jeder verstreichenden Minute des Films weniger weird wirkt, als es sich gerade liest. 

„Titane“ ist all das. „Titane“ ist toll!

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