Suspiria

Suspiria ★★★½

Gegen meine Gewohnheit sah ich das gleichnamige Remake vor dem Original; nun wurde auch diese Lücke geschlossen.


Letzten Monat, zu meinem Horrocotober, entdeckte ich Dario Argento und den Giallo mit "Opera" und ich war baff welche eindringliche Atmosphäre und allen voran welch grandiose Kameraführung ich neben der allgemeinen Inszenierung mit einigen Minuspunkten im Drehbuch und dem Schauspiel da zum sehen bekam.

Als ich mich "umhörte" und umsah (danke liebe Community) wurde ich auf Dario Argentos "Meisterwerk" "Suspiria" gestoßen. Gestern war es soweit.


Wurde im oben genannten "Opera" die Kamera zum eigentlichen Hauptdarsteller und Mörder, spielt Argento hier mit einem nüchternen Kamerastil der vornehmlich mit Standbildern, dank den bunten, geometrischen Kulissen, glänzt.

Spielt das Remake im trostlosen, grau in grau gehaltenen Berlin, wirkt Freiburg wie aus einer anderen Welt.

Blau. Rot. Grün. Gelb. Die Farbpallette scheint keine grenzen in Dario Argentos Ballettschule zu kennen - zu ihrem großen Vorteil.

Ist die hier allseits hervorgehobene Musik durch die Progressive-Rock-Band "Goblin" Christoph Waltz als Dr. King Schultz in "Django", dann wird das hier zur Geltung kommende Farbspektrum zu Jamie Foxx als Django Freeman.

Um diesen Vergleich zu konkretisieren: getrennt mögen sie funktionieren, aber zusammen glänzen sie.

Das Drehbuch mag runder als bei "Opera" sein, mit einem großen fetten Minuspunkt in der Spannung.

Selbst ohne das Remake vorab gesehen zu haben (darin bin ich mir sicher), sähe die Sachlage nicht weniger Durchschaubar aus wie sie es schließlich und endlich tat.

Gerade deswegen blieb es bei den 3,5/5 gegebenen Sternen und einer negativen Grundstimmung da ich doch ein zweites "Opera" mir gewünscht habe und anstelle Spannung eine blutleere Atmosphäre die mir, in diesem Fall, alleine zu wenig war.


P.S.: Die Leistung der Darsteller fand ich im Ganzen gesehen runder als bei meinem ersten Argento.

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