Opera

Opera ★★★★

Horrocotober die Neunzehnte (19)


Zum Abschluss des "Horrocotober" erlebte ich meinen ersten Giallo sowie meinen ersten Dario Argento. Und ich muss sagen, ich bin hin und weg.


Weniger die Story bannte mich an den Bildschirm, denn die wurde gerne gebogen und ins rechte Licht gerückt um den Hauch der Plausibilität zu gewährleisten deren Mühen die sich Argento und Franco Ferrini "antaten" ich an diesem Punkt im Hinterkopf behalte während ich diese Review verfasse.

Es war, neben der Inszenierung, die Kameraarbeit von Ronnie Taylor der die Kamera handhabte wie einen verlängerten Arm.

Sie wurde nach links gedreht, sie wurde nach rechts gedreht der verzerrten Wahrnehmung eines hoffnungslos besessenen, sie kletterte Hausfassaden hoch, ging durch Lüftungsschächte, benutzte Wendeltreppen als Spirale seines sich selbst in Ketten gelegten wahren Ichs und wurde zum Spanner durch Fenster und Türspion als Kaleidoskop einer grau in grauen Opernwelt.

Als Täter und Sprachroh gab sie dem maskierten Mörder eine Identität, drückte ihm den Fingerabdruck auf, hob seine voyeuristische und sadistischste Ader hervor seiner missbrauchten Triebe deren Ausleben zum Ausweg wurde ihrer Akzeptanz.

Zum Opfer, Zeuge, Ermittler und Henker werdend fing sie die wachsamen Augen der Raben ein deren Vogelperspektive ein ganzheitliches Bild des Geschehens ergaben, deren Krähen die spalierstehenden Fanfarenstöße bildeten die erst getötet, zum Zuschauer, zum mit der Luppe ermittelnde Detektiv und schließlich zum Augen auskratzenden und auspieksenden Verfechter von Wahrheit und Rache werden mussten den Film zu einem Ende zu führen.


Willkommen in der Welt des Giallo, möchte ich diese sich mir geöffnete Welt begrüßen.

20oldboy03 liked these reviews

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